Therapeutische Praxis

Manja Rumpelt

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Erläuterungen zu den angebotenen therapeutischen Leistungen

Shiatsu

GSD Siegel anerkannte Shiatsu-Praktikerin

shi - Finger – atsu - Druck hat seine Wurzeln in der alten chinesischen Heilkunde und verbreitete sich in den letzten 50 Jahren von Japan aus, in Amerika und Europa. Die Grundlage der klassischen chinesischen Medizin beruht auf dem philosophischen Ansatz, dass Alles fließt, sich also jegliches Sein, somit auch der Mensch, in ständiger Veränderung befindet. Dieser „Fluss“ drückt sich in unserer Lebenskraft (Vitalität) aus und wird chinesisch: qi und japanisch: ki genannt.

Den „ki-Fluss“ des Menschen zu unterstützen, ist Hauptanliegen im Shiatsu. Dafür nutzt die Behandlerin vielfältige Berührungsmöglichkeiten von sanftem Handflächenkontakt, über spezifischen Druck mit Daumen, Ellenbogen, oder Knie, manueller Strukturarbeit, bis zu Rotationen und Dehnungen. Shiatsu findet meist am Boden und am bekleideten Körper statt.

Auf Grundlage eines Gespräches und entsprechenden Diagnosemöglichkeiten arbeitet Shiatsu mit dem, was sich zeigt. Die Behandlerin geht in eine achtsame innere Haltung des Respektes und der Aufmerksamkeit gegenüber dem Klienten und es entsteht ein einfühlsamer, nonverbaler Dialog. Sich hierbei ganz auf diesen Menschen und seinen individuellen Fluss einzustellen, ist die besondere Kunst im Shiatsu. Als ganzheitliche Behandlungsmethode dient Shiatsu der Entspannung und wirkt gegen Alltagsstress, fördert das Wohlbefinden, regt die Vitalität an, kann bei vielen Beschwerden und Symptomen unterstützend im Heilungsprozess sein und wirkt ausgleichend in Lebenskrisen. Shiatsu bietet die Möglichkeit, sich in der Geborgenheit und Ruhe der Behandlung selbst zu spüren und zu sich zu kommen. Shiatsu regt an, selbstbewusst und selbstverantwortlich zu leben. Für viele Menschen ein wichtiger Weg zu Gesundheit und Wohlergehen.

Gesundheits- und Ernährungsberatung nach Prinzipien der Klassischen Chinesischen Medizin

„Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das frei sein von Krankheit und Gebrechen.“ [WHO 1948] Unter Krankheit versteht man: „…eine Störung der Lebensvorgänge in Organen oder im gesamten Organismus mit der Folge von subjektiv empfundenen oder objektiv feststellbaren körperlichen, geistigen bzw. seelischen Veränderungen.“ [Pschyrembel - med. Wörterbuch]

Diese Definitionen zeigen, dass auch die westliche Medizin verschiedene Kriterien der Beeinflussung des Wohlbefindens des Menschen betrachtet, also die Begriffe Gesundheit und Krankheit nicht nur auf die physisch-strukturelle Ebene bezieht, sondern auch Lebensumstände, Ernährung, Bewegungsverhalten, Emotionen und mentale Aspekte des Menschen beachtet.

Die klassische chinesische Medizin - kurz KCM - beschreibt Krankheit als: „…Dysregulation von Prozessen in Abhängigkeit von den Bedingungen, mit denen der Mensch lebt.“

Diese Erfahrungswissenschaft hat einen konditionalen („sich bedingend“) Denkansatz, wie auch in unserer westlichen Geschichte Heraklit schon davon sprach, dass:

„…alles fließt!“.

Konditional diagnostiziert wird durch Befragung, Betastung (Pulsdiagnose), Betrachtung (Zunge/Gesicht), Hören und Riechen. Das ergibt einen Befund, der die jeweilige Dysregulation, die sich in den entsprechenden Beschwerden bzw. Symptomen ausdrückt, in Abhängigkeit ihrer Bedingungen zeigt. Daraus resultieren prozesskorrigierende Therapieformen wie Ernährung, Qigong (als eine Bewegungsmöglichkeit), Tuina (chinesische manuelle Therapie), Akupunktur und Kräuteranwendung.

Wenn man sich die Krankheit eines Menschen als schiefe Ebene vorstellt, ein Brett mit Sand, der mehr zu einer Seite gerutscht ist, dann versucht die westliche Medizin das Brett wieder auszubalancieren, in dem sie den Sand verschiebt oder neu auffüllt. Die klassische chinesische Medizin versucht das Brett in seiner Schräglage zu verändern, ohne den Sand direkt zu beeinflussen. Es wird dem Brett sozusagen ein Anschub in Richtung „Gerade“ (Gesundheit) gegeben und der Sand rutscht von selbst nach. So wird versucht, die inneren und äußeren Bedingungen des Menschen zu verändern. Dies erfordert neben einer kompetenten Diagnostik und Therapie auch die Eigeninitiative und Eigenverantwortung des Patienten und die Bereitschaft, Zeit für Veränderungen einzuräumen.

Der Mensch kann sich also die Frage stellen: „Wofür möchte ich gesund werden?“ und sich mit therapeutischer Unterstützung in der beschwerdebedingten Situation neu betrachten.

Qigong

Übungssystem nach Effie Poy Chow

(Variante der 18 Mönchsübungen des Boddhidharma)

 

Im Daoismus, der philosophischen Grundlage der klassischen chinesischen Medizin, beschreibt Qi den Fließcharakter des Menschen.

Qi drückt unsere Lebendigkeit aus, was wir u.a. über die Atmung und unsere körperlichen Bewegungen wahrnehmen,

Gong kann mit Übung übersetzt werden.

Mit Qigong beeinflussen wir unseren Qi-Fluss, sprich unsere Vitalität und damit auch unser Wohlbefinden. Der Begriff Qigong wurde in den fünfziger Jahren in China eingeführt und umfasst alle traditionellen und modernen Übungssysteme zur Gesunderhaltung von Körper, Geist und Emotionen. Die Jahrtausendalte Tradition der Arbeit mit Qi ist Grundlage für die Entwicklung verschiedener Qigong-Stile in Ost und West. Die ausgeführten Bewegungen führen zur Stagnationsauflösung von Fluss-Blockaden, was sich in Reduzierung von Schmerzen, Verspannungen und anderen Beschwerden zeigen kann. Durch die Verbindung von Kräftigung, Dehnung, Ausrichtung, Atem- und Wahrnehmungsschulung werden Körper, Geist und Emotionen gestärkt und gleichzeitig entspannt. In Abhängigkeit von Regelmäßigkeit und Intensität der Übungspraxis kann jeder Übende individuell erfahren, wie sein tägliches Leben davon beeinflusst wird. Mit Qigong stärken wir unsere Vitalität auf allen Ebenen und können unsere Anpassungsfähigkeit an die uns umgebenden Bedingungen verbessern. Dies ist aus klassischer chinesischer Lebenssicht ein Ausdruck von Gesundheit. Und auch in der altgriechischen Philosophie sprach Heraklit davon, dass „…alles fließt“.

bitte mitbringen: bequeme Übungskleidung und bequeme, „weiche“ Schuhe – bei Trockenheit üben wir im Freien!

Cranio-Sacrale-Osteopathie

Die Arbeit mit dem Cranio-Sacralen-System und das Wissen darum hat ihren Ursprung in der Osteopathie, eine Behandlungsmethode, die Ende des 19. Jh. von Dr. Still entwickelt wurde. Aufgrund persönlicher Erfahrungen war es sein Ziel, ein neues ganzheitliches medizinisches System zu entwickeln, das auf folgenden Prinzipien aufbaut:

  • Der Körper ist eine Einheit
  • Der Körper verfügt über selbstregulative Kräfte
  • Struktur und Funktion beeinflussen sich gegenseitig

Durch genaues Betrachten und Ertasten der Körperstrukturen bekommen wir Hinweise auf deren Funktion. Durch die Arbeit an den jeweiligen Strukturen (wie Gelenke, Muskeln, Organe, etc.) können wir auf die Funktionen des Körpers Einfluss nehmen. Die Osteopathie ist in ihrer Komplexität und ihrem ganzheitlichen Menschenbild über die Jahre gewachsen und in verschiedene Richtungen weiterentwickelt worden. Abgeleitet von Cranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein) hat die Cranio-Sacrale-Therapie ihren Behandlungsansatz darin, dass sich alle Körperstrukturen auch ohne unsere bewusste Aktivität eigenständig bewegen und in sich nicht statisch sind.

Für den Therapeuten sind eine sehr feine, bewusste Berührung, genaue Kenntnisse von den einzelnen Strukturen und deren Zusammenhänge, sowie gutes Visualisierungsvermögen notwendig, um mit dem Körper aus diesem Behandlungsansatz heraus in Kontakt zu gehen. Durch die Behandlung können Körperprozesse beeinflusst werden und damit funktionelle Beschwerden, u.a. am Bewegungsapparat, sowie an den Organen gelindert werden. Da diese Therapie oft sehr tiefenentspannend, regenerierend und vitalisierend wirkt, beeinflusst sie auch Psyche und Emotionen, was zu mehr Gelassenheit, Lebensfreude und Klarheit in unserem Leben führen kann.

Die Behandlung findet in angenehmer, wohliger Atmosphäre auf einer Behandlungsliege, am bekleideten Körper statt. „Die Finger des Behandlers, wenn richtig trainiert, besitzen die Kunst, an den Fingerspitzen intelligent zu denken…“ (Dr. W. Sutherland)

Zur Behandlung:

Fußreflexzonenmassage

Die Reflexzonen des Fußes

Die Reflexzonentherapie am Fuß – RZF hat sich im Verlauf vieler Jahre aus altem Volkswissen verschiedener Kulturen entwickelt. Über die Behandlung des Fußes mit speziellen Massagetechniken, kann über Reflexbahnen der gesamte Organismus beeinflusst werden. Lokal wird die Durchblutung des Fußes verstärkt, sowie die unterschiedlichen Gewebestrukturen gelockert. Gleichzeitig können die verschiedenen Organsysteme und Körperstrukturen angeregt, entspannt und reguliert werden. Ihren Ursprung hat die RZF in der indianischen Heilkunst, sowie in der alten chinesischen Medizin, woraus sich über einen langen Zeitraum bis heute zwei Hauptrichtungen entwickelt haben:

  • RZF nach Hanne Marquardt und
  • Chinesische Fußreflexzonenmassage

Am Fuß sind alle Körperbereiche über die Reflexzonen wiederzufinden. Während einer Behandlung werden die Fußreflexzonen als „Ganzkörperbehandlung“ stimuliert, aber auch Akutbehandlungen sind möglich. Durch die spezifische Berührung werden Vitalität und Regeneration über den Stoffwechsel angeregt, so können sich körperliche Beschwerden verbessern und das allgemeine Wohlbefinden unterstützt werden. Viele Menschen fühlen sich nach der Behandlung entspannt und erfrischt.

Dehnhaltungstherapie nach Françoise Mézières

Darstellung der gesunden Körperhaltung

Dehn-Haltungs-Therapie – DHT ist eine ganzheitliche krankengymnastische Methode, die sowohl die äußere, als auch die innere Haltung des Menschen in ihrer Gesamtheit betrachtet. 1947 von Frau Françoise Mézières entwickelt, findet diese Methode bei Menschen Zuspruch, die bereit sind, sich mit körperlichen Beschwerden aus dieser Sichtweise heraus auseinanderzusetzen. Der menschliche Organismus ist eine Einheit, das heißt, alle Strukturen des Körpers sind miteinander verbunden. Die Wirkung einer Verletzung, bzw. länger anhaltender Schmerz durch Fehlbelastung, kann durch eine muskuläre Kettenreaktion in einen anderen Bereich des Körpers verlagert werden. Dieser Verlagerungsmechanismus führt zu einer Haltungsveränderung und bewirkt damit eine Änderung der Stützmotorik. Das Ergebnis ist eine Fehlhaltung, welche den Verlust der muskulären Elastizität zur Folge hat. Dies kann zu bekannten Begleiterscheinungen wie Schmerzen, Verspannungen, Gelenkabnutzung, Entzündungen, Organstörungen, vegetativen Dysfunktionen und Störungen des psycho-emotionalen Gleichgewichtes führen. Nach Auffassung von Françoise Mézières besitzen besonders die hinteren Muskelketten unseres Körpers die Tendenz zur Verkürzung und übermäßiger Spannung. Die vorderen Muskelketten hingegen tendieren eher zur muskulären Schwäche.

Deshalb werden in der Behandlung Dehnhaltungspositionen genutzt, die die rückseitigen Muskel- und Haltestrukturen dehnen und gleichzeitig stabilisieren, sowie die vorderseitigen Muskel-und Faszienketten (z.B. die Bauchmuskulatur) kräftigen.Die Fehlhaltung manifestiert sich meist auf typische Weise, wie z.B. Verstärkung der Wirbelsäulenkrümmungen, Achsenabweichungen der Extremitäten, Zwerchfellverspannung mit Atemstörungen, sowie organische Beschwerden ohne nachweisbaren Befund. Der Körper nutzt diese Ausweichmechanismen, um Schmerzen zu vermeiden und eine Entlastung zu erreichen. An diesen Zusammenhängen setzt die DHT an, Therapeut und Klient arbeiten gemeinsam an der Aufrichtung der Wirbelsäule und der individuell möglichen Haltungskorrektur, unterstützt von einem freieren Atemfluss. Der Patient bekommt wieder mehr Gefühl für sein „Aufrechtsein“, auch auf mentaler und emotionaler Ebene, und lernt dies im Alltag zu nutzen. Ebenso wird eine ausgleichende Wirkung auf das vegetative Nervensystem erreicht, was sich über Entspannung, trotz körperlicher Aktivität, zeigen kann. Dies wird durch die Nachruhe mit einer Rückenmoorpackung unterstützt. Individuell angepasste Übungen ermöglichen das Weiterüben zu Hause, um das Therapieergebnis langfristig aufrechtzuerhalten.

Weiterbildung

Shiatsu im Sitzen

  • Kurstermin: Donnerstag, 07.06.2018
  • Kurszeiten: 9 - 18 Uhr

Shiatsu an der Liege

  • Kurstermin: Freitag, 08.06.2018
  • Kurszeiten: 9 - 18 Uhr

Cranio und Shiatsu

  • Kurstermin: Donnerstag / Freitag, 08. / 09.11.2018
  • Kurszeiten: 9 - 18 Uhr

Zur Person Manja Rumpelt

Porträt von Manja Rumpelt
  • 1970 geboren
  • Physiotherapeutin / Heilpraktikerin
  • seit 2001 selbstständig tätig
  • 1998 - 2004 Shiatsu - Ausbildung in Dresden und Berlin
  • 2004 - 2008 Assistenz an der Berliner Schule für Zen-Shiatsu
  • seit 2008 Shiatsu - Lehrtätigkeit
  • 2001 - 2003 DHT-Ausbildung in Dresden und München
  • 2009 - 2012 Ausbildung zum Gesundheitsberater der KCM an der Thammavong Schule Neustrelitz

Nach Beendigung meiner Shiatsu - Ausbildung 2004 assistierte ich zunächst 3 Jahre u.a. an der Berliner Schule für Zen Shiatsu und sammelte wertvolle Erfahrungen zur Vorbereitung auf meine eigene Unterrichtstätigkeit.

2007 bis 2011 unterrichtete ich an der Heimerer Schule Leipzig Shiatsu. Seit 2012 erfolgen Shiatsu-Grundausbildung und Shiatsu-Fortgeschrittenen-Kurse in eigener Praxis in Dresden. 2010 erhielt ich die GSD - Anerkennung als Shiatsu-Lehrerin. 2010 und 2011 unterrichtete ich gemeinsam mit Frau Dr. Katja Blumstengel die Ausbildungsreihe Manuelle Regulationstherapie, die wir selbst konzipierten und die erfolgreich angenommen wurde. Derzeit liegt der Fokus meiner Praxistätigkeit auf der Verknüpfung von ganzheitlicher Körperarbeit und klassischer chinesischer Medizin, zu der ich von 2009 bis 2012 die Grundausbildung an der Thammavong Schule in Neustrelitz absolvierte.

Beim Unterrichten lerne ich selbst immer wieder neu mit meinen Schülern und kreiere nach und nach mein eigenes Shiatsu - Ausbildungskonzept. Ich habe viel Freude am lebendigen Unterrichten, mein Wissen weiter zu geben und Shiatsu in die Welt zu tragen.